Ursachen einer Sterilität

Biographische - unveränderbare - Risikofaktoren

  • Genetische Belastungen durch Mutter, Großmütter -
    Polyzystisches-Ovar-Syndrom -
    (PCO-Syndrom) - genetische Komponente

  • Vorzeitige Menopause - vorzeitige Ovarialinsuffizienz von Schwester und Mutter.
    Eine Frau kann vorzeitig in die Wechseljahre - Menopause - kommen, wenn 
    die Eizellreserven vorzeitig aufgebraucht werden.
    Das durchschnittliche Lebensalter für den Eintritt in die Wechseljahre liegt normalerweise bei circa 51 Jahren. Wenn jedoch die Eizellreserven vorzeitig aufgebraucht sind, bleibt der Eisprung aus und die Menstruationen können ebenfalls vorzeitig aufhören. Falls dieses bei Frauen unter 40 Jahren geschieht, spricht man von einer vorzeitigen Menopause. Eine vorzeitige Menopause kommt bei 1-4 % der Frauen vor.

    Falls Ihre Schwester oder Ihre Mutter vorzeitig in die Wechseljahre gekommen ist, ist es wichtig, dies Sie dieses Ihrem behandelnden  Arzt berichten, da das Auftreten einer
    vorzeitigen Menopause gehäuft in einer Familie vorkommen kann.

  • altersbedingte Verminderung der Anzahl der Eizellen: aktive und ruhende Follikel nehmen mit zunehmendem Alter ab.

  • altersbedingte Abnahme der Durchblutung der Eierstöcke, was zu einer verlangsamten Follikelreifung und ebenso zu einem vermehrten Auftreten einer Gelbkörperschwäche führen kann.

  • Alterung der Eizellen mit der Folge chromosomaler Veränderungen, die zu einer ausbleibenden Befruchtung oder Einnistungsstörung führen können oder später zu Fehlgeburten führen.

  • Zunahme von Erkrankungen, die eine Sterilitätsursache sein können: Endometriose (Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter) und Myome (gutartige Muskelgeschwülste der Gebärmutter), aber auch chronische Erkrankungen, welche die Fruchtbarkeit einschränken können wie beispielsweise Schilddrüsenstörungen, immunologische Erkrankungen.

Modifizierbare - durch das Verhalten veränderbare - Risikofaktoren

  • Übergewicht
  • Untergewicht
  • Fehlernährung - nicht vollwertige, vitalstoffarme Ernährung
  • Genussmittel - Alkohol, Koffein - Kaffee, Schwarzer Tee ,  Rauchen
  • Exzessiver Sport
  • Stress
  • Drogen, Umweltgifte


Behandelbare Risikofaktoren - Erkrankungen

  • Hormonelle Störungen mit Störungen der Blutungsabtände, -dauer und -stärke

  • Tubare Sterilität - Eileiterverschluss, Eileiterverwachsungen, Störungen des Bewegungsvermögens der Eileiter - Ursachen: z.B. entzündliche Erkrankungen im Bereich des Beckens, Eileiterentzüngungensexuell übertragbare Erkrankungen, Verwachsungen in Folge von Operationen

  • Endometriose (Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter) mit Vernarbungen im kleinen Becken

  • Infektionen am Gebärmutterhals z. B. Chlamydien, Mykoplasmen, Pilze, Bakterien, Trichomonaden, Tripper etc.

  • Fehlbildungen des Gebärmutterhalses oder Geburtsverletzungen 

  • Immunologische Sterilität - Abwehrkörper gegen Spermien oder eigenes Gewebe

  • Gebärmutterfehlbildungen - die Gebärmutter kann beispielsweise in zwei Kammern geteilt sein oder eine Scheidewand aufweisen (erhöhtes Risiko von Fehlgeburten);

  • Myome - gutartige Wucherungen, die sich an beziehungsweise in der Gebärmutterwand bilden und eine Störung der Einnistung der Eizelle bedingen können;

  • Verwachsungen an der Innenseite der Gebärmutter nach einem operativen Eingriff an der Gebärmutter z.B. nach einer Ausschabung, seltener nach einer Infektion

  • Lageanomalie der Gebärmutter, diese kann in den Vaginalkanal, das heißt in die Scheide vorfallen

  • Scheidenfehlbildungen oder Entzündungen 

  • Diabetes mellitus

  • Schilddrüsenerkrankungen

  • Psychosomatische Erkrankungen - z.B. Magersucht, Bulimie


Nicht behandelbare Risikofaktoren – Erkrankungen

  • Ovarialinsuffizienz - beispielsweise angeborene Ovarialinsuffizienz (Versagen der Eierstockfunktion) oder vorzeitige Menopause
  • Autoimmunerkrankungen - diese führen zur "autoaggressiven Verdauung", das heißt Schädigung der Ovarien – Eierstöcke - kann ebenfalls Ursache einer vorzeitigen Menopause sein.


Röntgenstrahlen - Bestrahlung des kleinen Beckens wegen Tumorerkrankung

Chemotherapien 

Umweltbelastungen - Intoxikationen (Vergiftungen)  - beispielsweise beruflicher Kontakt mit Narkosegasen etc.