Wirkungen einer Hormonersatztherapie

Östrogene

Der Östrogen-Hormonmangel bedingt unter anderem, dass der Lipoprotein(a)-Spiegel in der Menopause bedeutend ansteigt. Grund des Anstiegs ist der Wegfall der Östrogene: Eine Östrogenersatztherapie bewirkt dosisabhängig eine Reduktion des Lipoprotein(a) um bis zu 20 % und des LDL-Cholesterins um 10 %, bei gleichzeitigem Anstieg des HDL-Cholesterins. Als unerwünschte Nebenwirkung der Östrogen-Hormonersatztherapie bewirkt diese eine Anstieg der Triglyzeride um bis zu 25 %!

Die oben beschriebenen Nebenwirkungen sind weniger ausgeprägt bei der transdermalen Therapie mit den so genannten Hormonpflastern oder Gels.
Gestagene

Die Wirkungen der Gestagene stehen in einem Wechselspiel mit den Östrogenen:

Lipidstoffwechsel - Fettstoffwechsel

Gestagene reduzieren beispielsweise den HDL-Cholesterin-steigernden Effekt der Östrogene; androgenwirkende 19-Nortestosteron-Derivate heben diesen sogar auf beziehungsweise führen zu einer Senkung des HDL-Cholesterins. Der Effekt der Hypertriglyzeridämie durch die Östrogene wird durch 19-Nortestosteron-Derivate aufgehoben.
Gestagen habe keinen Einfluss auf das LDL-Cholesterin.
Der positive Lipoprotein(a)-Effekt der Östrogene wird durch Gestagene nicht geschwächt und durch 19-Nortestosteron-Derivate sogar noch verstärkt.

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