Kombinationstherapie

In der Kombinationstherapie unterschiedet man zwischen der sequentiellen und der kontinuierlichen Hormonbehandlung.

Bei der
sequentiellen Hormonbehandlung nimmt die Frau zunächst nur Östrogene ein. Erst in der zweiten Phase des Behandlungszyklus kommt ein Gestagen hinzu. Darauf folgen einige Tage, an denen keine Hormone zugeführt werden. In diesem einnahmefreien Intervall tritt eine Abbruchblutung auf, die der Periode ähnelt. Die sequentielle Kombination wird gerne in der Zeit vor und im ersten Jahr nach der letzten Regelblutung, also in der Prä- und Perimenopause, angewendet. Unregelmäßige Blutungen werden durch diese Behandlungsform wieder regelmäßig.

Bei der
kontinuierlichen Hormonbehandlung werden Östrogen und Gestagen gleichzeitig und ohne Pause eingenommen. Es gibt also weder verschiedene Einnahmephasen noch ein einnahmefreies Intervall. Abbruchblutungen sollen dadurch vermieden werden.Neben Tabletten und Dragees werden auch Hormonpflaster, Hormonspritzen oder Gele angeboten. Diese verschiedenen Präparate können auch miteinander kombiniert werden. So kann z. B. das Östrogen als Pflaster verabreicht und das Gestagen zusätzlich als Tablette eingenommen werden.

Eine weitere Form der Hormongabe sind die
vaginalen Präparate. Hierbei handelt es sich um östrogenhaltige Cremes oder Scheidenzäpfchen. Sie haben überwiegend nur eine lokale Wirkung direkt an der Scheide und beheben Symptome wie Brennen, Juckreiz oder Überempfindlichkeit - z. B. beim Geschlechtsverkehr. Sie haben aber keine Wirkung auf die klimakterischen Beschwerden und stellen keine Therapie der Osteoporose dar.
Östrogen-Monotherapie

Hier wird ausschließlich Östrogen verabreicht. Die Monotherapie eignet sich nur für Frauen, deren Gebärmutter operativ entfernt worden ist. Ist die Gebärmutter noch vorhanden, kann die alleinige Östrogengabe zum übermäßigen Wachstum der Gebärmutterschleimhaut führen. Frauen mit vorhandener Gebärmutter werden daher mit einer Kombination aus Östrogen und Gestagen behandelt. Das Gestagen begrenzt das nicht erwünschte Wachstum der Gebärmutterschleimhaut, mit den möglichen Risiken für die Entstehung eines Gebärmutterschleimhautkrebses - Endometriumkarzinom.