Anamnese

Die Anamnese - insbesondere die Krankheits-Anamnese - sowie mögliche Symptome, die bereits auf eine Folgeerkrankung der Arteriosklerose hindeuten, weisen den Weg zu einer rationalen und rationellen Diagnostik.
 
Familienanamnese
 
Eigenanamnese

Ernährung, Genussmittelkonsum - Rauchen, Alkohol, Koffein
Sport 
Adipositas
Diabetes mellitus (Insulinresistenz)
Hypothyreose - Schilddrüsenunterfunktion (diese geht mit einem erhöhten Cholesterin- Serumspiegel einher)
Osteoporose*
Depression
Parodontitis
Metabolisches Syndrom
Arterielle Hypertonie - Bluthochdruck
Koronare Herzkrankheit (KHK)
Myokardinfarkt - Herzinfarkt
Apoplex - Schlaganfall
Hyperlipidämie
Hypercholesterinämie
Arteriosklerose-bedingende Risikofaktoren
Medikamente

*In einer Studie wurde erstmals gezeigt, dass
Osteoporose ebenfalls einen signifikanten Risikofaktor für eine KHK - koronare Herzkrankheit - darstellt: Dieses erklärt sich durch die Tatsache, dass die so genannten Osteoklasten - Knochen abbauende Zellen - die Verkalkung der Arterien stimulieren.

Klinische Untersuchung

Eine umfassende klinische Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte

Allgemeine körperliche Untersuchung - inklusive Blutdruck, Puls, Körpergewicht, Körpergröße etc.
Body-Mass-Index BMI(Körpergewicht / Körpergröße [m]
2)
Waist-to-Hip-Ratio - Taille-Hüft-Verhältnis

Labor

Erkrankungen - siehe Eigenanamnese -, die Folge einer Arteriosklerose sein können beziehungsweise sind, bedürfen der diagnostischen Abklärung gemäß den Richtlinien der Evidence Based Medicine.

Da es keine Frühsymptome der Arteriosklerose gibt, ist eine
ab dem 30. Lebensjahr regelmäßig wiederkehrende Gesundheitsuntersuchung notwendig, die die nachfolgenden Laborparameter beinhalten sollte.

Folgende Laborparameter, die als unabhängige Risikofaktoren für die Arteriosklerose gelten, sollten untersucht werden

Cholesterin
Homocystein
Lipoprotein(a)
Apolipoprotein E - Genotyp 4 (ApoE4)
Fibrinogen 
CRP
Insulinresistenz
Infektionen mit Chlamydien

 
Weitere labordiagnostische Untersuchungen in Abhängigkeit von den Vorerkrankungen.

Sonografie

Doppler-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße

Nachweis von Stenosen, Plaques oder Verdickungen der Intima-media (IMT) der Halsschlagadern bedeuten ein 6-, 4- beziehungsweise 2-fach erhöhtes Herzinfarkt-Risiko