Unsere Leistungen

Dünnschicht Abstrich


Bei der zytologischen Untersuchung werden Zellen vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhalskanal auf einen Objektträger aus Glas aufgetragen und die gefärbten Zellen unter dem Mikroskop untersucht. Dies dient der Krebsfrüherkennung von Zellen im Vor- oder Frühstadium sowie der Diagnose von Entzündungen.

Je früher Veränderungen erkannt werden, desto besser sind die Heilungschancen.

Die Methode

Schon die herkömmliche Abstrichmethode hat seit ihrer Einführung zu einem deutlichen Rückgang des Gebärmutterhalskrebses geführt.



Die Dünnschicht-Zytologie verbessert die Qualität durch eine Vereinheitlichung des Entnahmeprozesses.



Die Probe wird nicht mehr auf einen Objektträger ausgestrichen, sondern mittels zweier Kunststoff-Bürsten wird das Zellmaterial entnommen und in einem Behältnis mit Flüssigkeit, die die Zellen besser konserviert, aufgefangen. Im zytologischen Labor wird das entnommene Zellmaterial dann zu einem Dünnschichtpräparat verarbeitet. Die Anzahl der gewonnenen Zellen ist bei der Dünnschicht-Zytologie größer als mit der herkömmlichen Methode und auch der Erhaltungszustand der Zellen ist besser. Des Weiteren werden Überlagerungen und Verklebungen der Zellen vermieden.
Die Methode erreicht dadurch einen Wirkungsgrad von über 90 %.

Diese Untersuchung ist für alle Frauen erforderlich und sollte jährlich im Rahmen einer gynäkologischen Komplettuntersuchung durchgeführt werden.

Vorteile

Durch die Dünnschicht-Zytologie ergeben sich für Sie entscheidende Vorteile:

Die Probeentnahme ist für Sie nicht belastend und ohne Nebenwirkungen.

In Ihrem Abstrich werden seltener krankhaft veränderte Zellen übersehen.

Ein mögliches Vor- oder Frühstadium einer Krebserkrankung wird bei regelmäßigen Untersuchungen meistens rechtzeitig erkannt, so dass gute Heilungsaussichten bestehen.

Kontrollabstriche, deren Ankündigung schon erhebliche Ängste auslösen können, sind deutlich seltener notwendig.

Ihr Nutzen

Regelmäßig durchgeführte Krebsvorsorgeuntersuchungen mittels einer Dünnschicht-Zytologie garantieren Ihnen eine Krebsfrüherkennung und damit Gesundheit und ein langes Leben.

Blasenkrebs Test


Der Tumor-Marker NMP 22 - das nukleäre Matrixprotein 22 - ist ein tumorassoziierter Marker, der der Frühdiagnose des Harnblasenkrebses sowie den Verlaufsuntersuchungen einer Harnblasenkrebserkrankung dient. 
 Etwa drei Prozent aller Krebserkrankungen sind Karzinome der Harnblase, auch Blasenkrebs genannt.
Jährlich erkranken in Deutschland an dieser Tumorart rund 18.000 Männer und 9.000 Frauen, womit der Harnblasenkrebs einer der häufigsten Krebsarten des Mannes ist.

Das Erkrankungsrisiko steigt ab dem 40. Lebensjahr mit zunehmendem Alter an.
Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei 68 Jahren und für Frauen bei 73 Jahren.
Ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung von Harnblasenkrebs ist das Rauchen. Rauchen ist für etwa die Hälfte aller Erkrankungsfälle bei Männern und für etwa jeden dritten Erkrankungsfall bei Frauen verantwortlich.


Ursachen  

Im Folgenden die Risikofaktoren für die Entstehung des Harnblasenkrebses
  • Rauchen - wegen der im Tabakrauch enthaltenen aromatische Amine
  • Aromatische Amine in Medikamenten - zum Beispiel Zytostatika auf Cyclophosphamid-Basis
  • Andere chemische Stoffe bei Arbeitern in der Textil-, Leder- oder Farbindustrie

Zwischen der Belastung mit den krebserregenden Stoffen und der Krebsentstehung vergehen bis zu vierzig Jahre, das heißt die Latenzzeit ist sehr groß.
 
 
Cofaktoren - mit verursachende Faktoren - für die Entstehung des Harnblasenkrebses sind

  • Geschwächtes Immunsystem
  • Immunsuppressiva - zum Beispiel nach Organtransplantation
  • Chronische Harnwegsinfektionen
 
Symptome
 
Keine Frühsymptomatik, das heißt in der frühen Entstehungsphase der Krebserkrankung zeigen sich keine Symptome, das heißt es gibt keine Warnsignale im Frühstadium.
Bei mehr als acht von zehn der Patienten fällt eine rötliche bis braune Färbung des Urins auf, die durch eine Blutung des Tumors - Hämaturie - verursacht ist. Diese Blutung ist im Regelfall schmerzlos.
Häufigen Harndrang - Pollakisurie - verspüren rund drei von zehn Betroffenen, wobei jeweils nur eine geringe Menge Harn entleert wird.
 
Fortgeschrittene Harnblasenkarzinome können mit tastbarem Tumor im Bauchraum, Lymphknotenvergrößerungen, Lymph- oder Venenstauung, Schmerzen des seitlichen Körperrumpfes oder Knochenschmerzen einhergehen.
 
Diagnostik
 
Im Folgenden die diagnostischen Schritte

  • Tastuntersuchung des Unterbauches und des inneren Genitales
  • Sonographie - Ultraschalluntersuchung der unteren Bauchregion, der Harnblase und der Nieren
  • Urethrozystoskopie - Blasenspiegelung mit einem Endoskop - gegebenenfalls mit einer Gewebeentnahme
  • Urographie - Röntgenkontrastdarstellung der Nieren, der Harnleiter und der Harnblase
  • Urin-Zytologie - Untersuchung des Harns auf Tumorzellen, Bakterien, Harnzylinder - das sind Ablagerungen, die in den Nierenkanälchen entstehen etc.
 
Die Urin-Zytologie ist eine gute Methode, die große Erfahrungen des Zytologen voraussetzt. Schwere entzündliche Veränderungen können beispielsweise in seltenen Fällen zu falsch positiven Befunden führen, das heißt der Zytologe stellt fälschlicherweise den Verdacht auf eine Harnblasenkrebserkrankung. Auf der anderen Seite werden in der frühen Erkrankungsphase nur wenige Krebszellen beziehungsweise Zellen einer Krebs-Vorstufe im Urin nachzuweisen sein, sodass in seltenen Fällen fälschlicherweise ein Normalbefund gestellt wird.
 
Hier hilft der
NMP 22 Harnblasenkrebs-Test, der in der Frühdiagnose des Harnblasenkrebses erfolgreich eingesetzt wird: Der Test wird im Regelfall in der Arztpraxis durchgeführt. Es werden dazu nur der Test-Kit und ein paar Tropfen Patientenurin benötigt. Das Testergebnis liegt innerhalb von 30 Minuten vor.
 
Der
NMP-22-Harnblasenkrebstest ist spezifisch, das heißt falsch positive Befunde sind nicht möglich. Die Nachweisrate von Harnblasenkrebserkrankungen ist doppelt so hoch wie bei der Zytologie, das heißt, der Test hat eine hohe Sensibilität.
 
Bei Hochrisikogruppen – siehe oben - sollte die Untersuchung mit dem Tumor-Marker NMP 22 regelmäßig erfolgen. Gleiches gilt für Patienten nach einer Harnblasenkrebsbehandlung, da es in bis zu 70 Prozent der Fälle zu einem Rezidiv - Wiederauftreten der Erkrankung - nach einer Behandlung kommen kann.
 
 
Ihr Nutzen

Der NMP-22-Harnblasenkrebstest ist eine sichere Maßnahme, eine Harnblasenkrebserkrankung frühzeitig und damit rechtzeitig zu erkennen, sodass eine erfolgreiche Behandlung der Erkrankung möglich wird.

Darmkrebs Test


Die Pyruvatkinase - PK -  ist ein wichtiges Enzym im Stoffwechsel, in der so genannten Glykolyse. Die Pyruvatkinase kann in verschiedenen Formen vorhanden sein - man spricht von Isoenzymen.

Bei Tumoren liegt ein veränderter Stoffwechsel vor, da sich Tumorzellen wesentlich schneller teilen als gesunde Zellen.
Dies führt dazu, dass deutlich mehr Pyruvatkinase in der Form M2-Pyruvatkinase produziert wird. Dieses Isoenzym der Pyruvatkinase ist normalerweise nur in der Lunge vorhanden. Des Weiteren ist die vom Tumor hergestellte M2-PK inaktiv, im Gegensatz zu der normalerweise im Körper vorhanden Form. Daher kann man beide Formen eindeutig voneinander abgrenzen. 

Mit Hilfe zweier
spezieller Antikörper, die in der Lage sind, die physiologische Form der Pyruvatkinase von der Tumor M2-PK zu unterscheiden, können so bösartige Tumoren nachgewiesen werden. Zur Durchführung des Tests wird eine Blut- oder Stuhlprobe benötigt. Um Tumore des Magen-Darm-Traktes festzustellen genügt eine Stuhlprobe. Um sonstige eventuell vorliegende Krebserkrankungen zu diagnostizieren, muss eine Blutprobe entnommen werden.
 
Eine Metaanalyse aus Deutschland, in welcher 6 Studien über den M2-PK Darmkrebstest kritisch beurteilt wurden, kam zu dem Ergebnis, dass die
gesamte Sensitivität des M2-PK Tests für Darmkrebs bei 78% und die Spezifität im Bereich von 74-83 % liegt .

Hohe Sensitivität bedeutet einen hohen Anteil an richtig erkannten Befunden. Hohe Spezifität bedeutet in diesem Fall, wie sicher man eine spezielle Erkrankung damit erkennen kann. 
 
Zu beachten ist auch, dass der M2-PK Test ebenfalls positiv ausfallen kann bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn.

Ihr Nutzen

Wird der Darmkrebs frühzeitig erkannt, das heißt in einem Stadium, in dem erst wenige Schichten der Darmwand betroffen sind, liegen die Heilungschancen bei 90-100%. 

Der M2-PK Darmkrebstest ist ein einfach durchzuführender und nicht invasiver Test zur Darmkrebsvorsorge. In Kombination mit einem immunologischen Testverfahren zum Nachweis von Blut im Stuhl, ist der M2-PK-Darmkrebstest ein sinnvolles Testverfahren im Rahmen der Darmkrebsvorsorge.

Sollte der Test positiv ausfallen, ist im Anschluss eine Koloskopie -
Darmspiegelung - erforderlich.

Chlamydien Test


Chlamydien-Test

Die Diagnose einer Chlamydien-Infektion wurde früher beim Mann durch einen Abstrich von der Harnröhre und bei der Frau von der Harnröhre und dem Gebärmutterhals gestellt.

Neue diagnostische Verfahren - basierend auf molekulargenetischen Methoden - ermöglichen den sicheren direkten Nachweis der Erreger-DNS aus dem Urin beziehungsweise dem Sekret des Gebärmutterhalses.

Der Erreger

Chlamydien sind Bakterien, die je nach Bakterienart, verschiedene Erkrankungen hervorrufen können

  • Chlamydia trachomatis verursacht Geschlechtskrankheiten und in tropischen und subtropischen Regionen das Trachom - eine entzündliche Bindehautentzündung, die eine der häufigsten Erblindungsursachen darstellt - sowie infekt-reaktive Arthritiden - dieses sind primär sterile Gelenkentzündungen, die im Anschluss an bakterielle extraartikuläre - außerhalb des Gelenkes auftretende - Infektionen auftreten.

  • Chlamydia psittaci ist der Erreger der Papageienkrankheit - Ornithose -, die auch auf den Menschen übertragen werden kann. Diese Erkrankung ist sehr selten und ähnelt einer Lungenentzündung.

  • Chlamydia pneumoniae kann zu einer atypischen Pneumonie, das ist eine atypische Lungenentzündung, Entzündungen der Nasennebenhöhlen - Sinusitis genannt - und Gefäßentzündungen - so genannte Riesenzellarteriitis - ein Zusammenhang mit der Koronaren Herzerkrankung (KHK) scheint wahrscheinlich - führen.


Chlamydien-Infektionen zählen heute zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Je nach Altersgruppe sind bis zu 10 Prozent der Bevölkerung mit Chlamydien infiziert.

Auf Grund der möglichen Folgen und Komplikationen ist diese Infektion ernst zu nehmen und muss in jedem Fall behandelt werden

Die Gefahr einer Infektion besteht vor allem für junge Menschen.

Bei jungen Frauen besteht ein hohes Risiko für eine schwere
Unterleibsentzündung, die zu einer Verklebung der Eileiter führen kann, so dass eine Schwangerschaft auf normalem Wege nicht mehr möglich ist. Des Weiteren steigt das Risiko für eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter - so genannte ektopische Schwangerschaften: Dabei nistet sich die Eizelle beispielsweise im Eileiter oder in der Bauchhöhle ein.

Bei Schwangeren, die eine Chlamydien-Infektion haben, muss häufiger mit einer
Frühgeburt oder einem vorzeitigen Fruchtblasensprung gerechnet werden. Außerdem besteht das Risiko, dass sich das Kind während der Geburt ansteckt. Dieses führt bei den Neugeborenen zu einer Augenentzündung sowie - in seltenen Fällen - zu einer Lungenentzündung.

Frauen mit einer Chlamydien-Infektion haben ein erhöhtes Risiko, sich mit dem HI-Virus anzustecken.

Frauen mit einer HPV-Infektion und gleichzeitiger Chlamydien-Infektion erkranken häufiger am Gebärmutterhalskrebs, das heißt eine Chlamydien-Infektion ist ein Cofaktor - mitverursachender Faktor - für den Gebärmutterhalskrebs bei HPV-infizierten Frauen.

  • Bei Männern besteht ein Risiko für eine Entzündung der Nebenhoden und der Prostata.

  • Eine sehr seltene Folgeerkrankung ist die Reiter-Krankheit, die sich durch Gelenkschmerzen - hier insbesondere geschwollene Fuß- und Kniegelenke-, Augenentzündungen - Konjunktivitis -, Ausschlag auf den Schleimhäuten und der Haut und Entzündungen der Harnwege - Zystitis, Pyelonephritis - äußert. Betroffen sind überwiegend junge Männer. Die Reiter-Krankheit kann sowohl durch eine Chlamydien-Infektion als auch durch eine Darm-Infektion mit Enterobakterien ausgelöst werden.

Infektionsweg

Die Übertragung der Chlamydien erfolgt durch Geschlechtsverkehr, oral oder als Schmierinfektion - auch Kontaktinfektion genannt –

  • Die Geschlechtskrankheit wird vor allem durch den Geschlechtsverkehr übertragen. Personen, die häufig wechselnde Partnerinnen und Partner haben und ungeschützten Geschlechtsverkehr praktizieren, sind besonders gefährdet.

  • Die Inkubationszeit, das heißt die Zeit vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome/Beschwerden, beträgt 1 bis 3 Wochen

Etwa 75 % der Frauen und 50 % der Männer haben nach einer Chlamydien-Infektion nur geringfügige oder gar keine Beschwerden.

Folgende Symptome können auftreten

  • Bei Frauen kommt es zu vermehrtem Scheidenausfluss, Juckreiz und Brennen beim Wasserlassen. Die Infektion beschränkt sich anfangs auf den Gebärmutterhals - Cervix uteri - beziehungsweise auf die Harnröhre - Urethra. Es besteht jedoch die Möglichkeit einer aufsteigenden Infektion in die Gebärmutterhöhle - hier entsteht eine Gebärmutterschleimhautentzündung - Endometritis genannt - und in den Eileitern - eine Eileiterentzündung - Adnexitis genannt. Über die Eileiter hinaus kann das gesamte kleine Becken in die Entzündung einbezogen werden, das heißt es kommt zu einer Entzündung des Bauchfells im kleinen Becken - Pelveoperitonitis genannt. Dieser schwere Zustand geht mit Bauchschmerzen und Fieber einher.

  • Bei Männern ist die Entzündung der Harnröhre - so genannte Urethritis - das häufigste Symptom. Durch die Anschwellung der Schleimhaut in der Harnröhre ist das Wasserlassen erschwert - gleichzeitig besteht ein starker Harndrang. Ziehende Schmerzen und schleimig-eitriger Ausfluss sowie ein Jucken und Brennen beim Wasserlassen sind typische Beschwerden einer Chlamydien-Infektion.

  • Achtung! Eine Chlamydien-Infektion zeigt ähnliche Symptome wie die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe - auch Tripper genannt. Da die Behandlung dieser beiden Erkrankungen jedoch unterschiedlich ist, ist es wichtig, das eine eindeutige Diagnose gestellt wird.

Ihr Nutzen

Die Chlamydien-Diagnostik hilft Ihnen und Ihrem Partner, eine Chlamydien-Infektion zu erkennen, sodass rechtzeitig die richtige Behandlung behandelt durchgeführt werden kann, um Folgeschäden möglichst zu vermeiden.

HPV Test


Humane Papillomaviren

Der molekularbiologischen HPV-Nachweis mittels Abstrich vom Gebärmutterhals besitzt die höchste Trefferquote aller zurzeit verfügbaren Nachweismethoden. Er dient dem Nachweis einer Infektion mit DNA-Viren aus der Gruppe der Humanen Papillomaviren (HPV), die zum Beispiel Feigwarzen hervorrufen.

Dieser Test sollte begleitend im Rahmen des Zellabstriches anlässlich der gynäkologischen Krebsvorsorge durchgeführt werden und dient der verbesserten Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses.

HPV-Infektion

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass eine dauerhafte Infektion mit den sogenannten Hoch-Risiko-HPV-Typen - Typ 16 und 18 - maßgeblich an der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses beteiligt ist, während Niedrig-Risiko-HPV-Typen zu nicht bösartigen Veränderungen wie Feigwarzen führen, die auch wieder von alleine verschwinden können.

Der Häufigkeitsgipfel für nachweisbare HPV-Infektionen liegt im Alter zwischen 20 und 25 Jahren. Je nach Häufigkeit des Partnerwechsels ist ein HPV-DNA-Nachweis bei bis zu 50 % der jungen Frauen nachzuweisen.

Von den HPV positiven Frauen entwickeln 5 - 10 % Auffälligkeiten beim Zellabstrich. Besteht eine HPV-Infektion im unteren Genitaltrakt über mehrere Jahre fort, können sich Zellkernveränderungen, auch Dysplasien genannt, entwickeln. Weniger als 1 % der durchgehend bestehenden HPV-Infektionen führten nach durchschnittlich 15 Jahren zum Gebärmutterhalskrebs.

Bösartige Veränderungen der Scheide können ebenfalls ihren Ursprung in Krebszellen des Gebärmutterhalses nehmen. Es zeigten sich dabei Gemeinsamkeiten im Erbgut von Tumorzellen der Vagina und humanen Papillomaviren.

Da nur wenige der Infizierten an Gebärmutterhalskrebs erkranken, sind neben der HPV-Infektion noch andere mit verursachende Faktoren von Bedeutung, wie beispielsweise

  • Genetische Faktoren
  • Rauchen
  • HIV-Infektion - AIDS
  • Chlamydien-Infektion
  • Drogen wie Kokain u. a.
  • das Immunsystem unterdrückende Medikamente

Streptokokken Screening


Die Diagnose Streptokokken kann mittels Vaginal- , das heißt Scheiden-Abstrich, festgestellt werden.
 

Erkrankung

Bei
20-36 % der Schwangeren finden sich im Genitalbereich Streptokokken der Gruppe B.
Normalerweise sind diese Bakterien harmlos und man findet sie auch auf der Haut und im Darm.
 
Sie sind jedoch auch bei folgenden Erkrankungen zu finden

  • Wundinfektionen
  • Sepsis - Blutvergiftung
  • Neugeborenensepsis
  • Harnwegsinfektionen
  • Hirnhautentzündungen

Besonderheiten in der Schwangerschaft

Bei der Geburt können die Streptokokken auf das Kind übertragen werden.
Dadurch kann entweder direkt nach der Geburt - early onset - oder erst im Verlauf der nächsten ein bis sechs Wochen - late onset - eine schwere Infektion des Kindes ausgelöst werden.
Symptome und Beschwerden des Neugeborenen nach Früh-Infektion

  • Sepsis - Blutvergiftung
  • Lungenentzündung
  • Hirnhautentzündung
  • Neurologische Schäden
  • Langzeitfolgen

Bei Spät-Infektion besteht insbesondere für Frühchen - zu früh geborenen Neugeborenen - ein hohes Sterblichkeitsrisiko.

Diagnostik

Jede Schwangere zwischen der 35. und 36. Woche sollte auf B-Streptokokken untersucht werden.


Diese Untersuchung erfolgt mittels
Vaginal-Abstrich. Anschließend wird im Labor eine Bakterienkultur angelegt und überprüft, ob darin B-Streptokokken vorhanden sind.
 
 
Therapie

Ist der Befund positiv, das heißt
werden B-Streptokokken nachgewiesen, kann die Gefahr einer Infektion des Kindes durch gezielte Gabe von Antibiotika unter der Geburt minimiert werden.

 

Diese Antibiotika-Behandlung ist empfohlen bei
  • Frühgeburten vor vollendeter 37. Woche
  • Dauer zwischen Blasensprung und Entbindung von mehr als 18 Stunden
  • Fieber der Schwangeren bei der Geburt über 38° C
  • Streptokokken-Infektion bei früheren Geburten
  • Harnwegsinfektion durch B-Streptokokken in der Schwangerschaft
  • Anzeichen einer Infektion bei Mutter und/oder Kind

Ihr Nutzen

Mittels eines einfachen
Vaginal-Abstrichs kann eine Infektion mit B-Streptokokken erkannt und das Risiko einer Ansteckung des Kindes wirkungsvoll minimiert werden.