Ernährung in der Schwangerschaft


Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitestgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Die Wirkungen der Ballaststoffe beruhen auf ihren Eigenschaften wie z. B. Wasserbindungsvermögen und Quellfähigkeit. So tragen Ballaststoffe dazu bei, dass der Glucose-Serumspiegel (Blutzuckerspiegel) nach dem Essen geringer ansteigt und dass das Sättigungsgefühl verstärkt wird. Ballaststoffen wird sogar eine wesentliche Bedeutung beim Schutz vor Obstipation (Verstopfung) und Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs) zugesprochen.

Die tägliche
Ballaststoffzufuhr sollte mindestens 30 g betragen.

Bevorzugen Sie
Vollkornprodukte, Kleie und Kleieprodukte, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse, Nüsse und Trockenobst. Für Obst und Gemüse gilt: Insgesamt 5 Portionen am Tag – 3 Portionen Gemüse (ca. 400 g) und 2 Portionen Obst (ca. 250 g).

Meiden Sie
Weißmehlprodukte.


Trinkmenge – Genussmittel

Trinkmenge

Die tägliche Trinkmenge sollte 1,5 bis 2,5 Liter betragen.

Laut Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte folgende
Trinkmenge – pro Kilogramm Körpergewicht – aufgenommen werden, um den täglichen Flüssigkeitsverlust auszugleichen

    Da
    Schwangere häufig unter Obstipation (Verstopfung) leiden, sollte die tägliche Trinkmenge 2 bis 2,5 Liter betragen.

    Bevorzugen Sie
    kalorienarme bzw. kalorienfreie Getränke wie Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, Gemüsesäfte und verdünnte Fruchtsäfte.

    Meiden Sie
    Colagetränke, süße Limonaden und Fruchtsaftgetränke. Achtung!
    Im Sommer, wenn stark geschwitzt wird, muss unter Umständen die Trinkmenge auf über 3 Liter/Tag erhöht werden.

    Wichtige Hinweise zum Genussmittelkonsum

    Trinken Sie bitte nicht mehr als zwei bis drei Tassen Kaffee oder vier bis sechs Tassen schwarzen beziehungsweise grünen Tee am Tag. Die im schwarzen/grünen Tee enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe (Polyphenole) hemmen die Eisenaufnahme. Schwangere mit kritischer Eisenversorgung sollten Tee nicht zu den Mahlzeiten sondern mit ein bis zwei Stunden Abstand dazu trinken. Des Weiteren führt Koffein zu einer gesteigerten Flüssigkeitsausscheidung, so dass Sie vermehrt die wichtigen Mineralstoffe Calcium und Magnesium mit dem Urin ausscheiden. Zudem belegen wissenschaftliche Studien, dass mehr als drei Tassen Kaffee oder schwarzer Tee pro Tag das Risiko für Fehl-, Früh- und Totgeburten erhöht.

    Alkohol ist während der Schwangerschaft und Stillzeit verboten! Alkoholkonsum kann zu Wachstumshemmungen, Missbildungen sowie Hirnfunktionsstörungen und Suchtgefährdung des Ungeborenen führen.

    Auch das
    Rauchen/Passivrauchen sollte am besten schon vor der Schwangerschaft eingestellt werden. Raucherinnen haben häufiger eine Eileiterschwangerschaft, eine Fehllage des Mutterkuchens, einen vorzeitigen Blasensprung und häufiger eine vorzeitige Plazentablösung während der Geburt (Abruptio plazentae). Des Weiteren haben Raucherinnen häufiger Geburtskomplikationen (höhere Kaiserschnittrate, häufiger Nachgeburtsblutungen). Durch den Tabakkonsum erhöht sich das Risiko für eine Fehlgeburt (Abort), für den plötzlichen Kindstod, für Krebserkrankungen wie zum Beispiel Leukämie, geistige Behinderungen, Verhaltensstörungen, Hyperaktivität, Asthma bronchiale, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Übergewicht.

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